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Fossilien sammeln in der Eifel – der Film

Vor 360 Millionen Jahren, im Erdzeitalter Mitteldevon lag dort, wo heute die Eifel ist, ein warmes, flaches tropisches Meer. Im sonnendurchfluteten klaren Wasser wuchsen riesige Riffe, die Riffbildner waren Korallen, vor allem aber Stromatoporen.  Stromatoporen sind heute ausgestorben, werden von den Paläontologen aber systematisch zu den Schwämmen gestellt. Nicht alle Schwämme sind so kuschelig weich wie die heutigen Badeschwämme, viele hatten Skelette aus Kalk oder Kieselsäure (Quarz)

Steinbruch Niederehe bei Kerpen

So zog sich damals ein großer Riffgürtel von der Region der heutigen Eifel über das Bergische Land bis ins heutige Sauerland, überall dort finden wir versteinerte Korallenriffe. Mit Frank Landsberg habe ich mich auf den Weg in die Eifel gemacht und nach versteinerten Riffen gesucht. Und wir haben ziemlich viele Fossilien gesehen.

Von den Fossilien und der Geologie der Eifel werde ich sicherlich noch oft berichten.

Das Titelfoto des Beitrag zeigt eine polierte Tischplatte aus Kalstein aus dem Steinbruch von Niederehe

Steinbruch Niederehe bei Kerpen – ein Felsen bestehend aus dicken Stromatoporen
Amphipora ramosa – ein ästiger Stromatopore. Oft wird er als Spaghetti-Koralle bezeichnet 🙂
Optisch sicherlich richtig, zoologisch jedoch falsch

Die Eifel ist ein sehr fossilreiches Gebiet. Insbesondere in den sogenannten Eifler Kalkmulden finden sich oftmals sehr schöne Fossilien, neben Korallen und Stromatoporen gibt es Brachiopoden, Muscheln, Seelilien und Trilobiten. Die Kunst ist, sie zu finden. Gute Fundstellen sind oftmals Steinbrüche, aber auch auf Äckern liegen oftmals Fossilien herum, immer wieder, wenn der Bauer pflügt, bringt er mit dem Pflug neue Fossilien nach oben. Aber auch Baustellen können lohnende Fundorte sein, weil wir hier nicht soviel graben müssen … der Bagger gräbt für uns. Bei diesen Fundstellen hilft nur Ausdauer, immer wieder, wenn wir durch die Eifel kommen, Ausschau halten und potentielle Fundstellen absuchen. Äcker sind natürlich nur als Fundstellen geeignet, wenn der Äcker nicht eingesät ist – also nach dem Pflügen im Frühjahr oder Herbst.

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