Mühlsteinrevier Rhein-Eifel

Ein uraltes Bergbaugebiet auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe


Eine Exkursion in die regionale Natur- und Wirtschaftsgeschichte

Eine Geschichte, die genau genommen vor einer Millionen Jahren beginnt, als sich tief im Erdmantel der Eifelplume auf dem Weg in die Erdkruste macht und die Voraussetzung für den Eifelvulkanismus schafft.

200.000 Jahre ist es her, da Vulkane bei Mayen und Mendig am Laacher See mächtige Lavaströme ausspieen, die zu hochwertigem Basalt erstarrten. Schon vor 7000 Jahren entdeckten Steinzeitmenschen, dass sich dieser Basalt zur Reibsteinherstellung eignete und mahlten damit ihr Getreide zu Mehl. Die Römer schufen eine regelrechte Industrie und stellten hunderttausende von Mühlsteinen her.

Im Laufe der Jahrhunderte entstand eine unfassbare Bergbaulandschaft, in der gesamten Region wurde gehämmert und gegraben, viele Zehnermeter tiefe Schluchten entstanden, die sich heute als kaum übersehbares, von Pflanzen überwuchertes Labyrinth darstellen. Weil später ausbrechende Vulkane den Mühlsteinbasalt verschütteten, gruben sich die Bergleute in die Tiefe und bei Mendig entstand das größte unterirdische Basaltbergwerk der Erde. Über Tarnsportwege, die heute noch nachvollziehbar sind, wurden die hergestellten Mühlsteine nach Andernach an den Rhein transportiert, dort verladen und durch halb Europa verhandelt. Beeindruckender Zeuge ist der historische Andernacher Krahnen.

Sven von Loga hat zur Dokumentation der hundertausendjährigen Geschichte des Mühlsteinreviers in der Osteifel historische Quellen und Archive nach Dokumenten und Fotos durchforstet und selbst auf wochenlangen Fotoexkursionen dieses Gebiet bis in den letzten Winkel durchwandert und fotografiert.

Die Region mit den Ortschaften Mendig, Kottenheim, Ettringen, Mayen und Andernach strebt den Rang des UNSECO Welterbes an, die Bewerbung läuft.

ca. 176 Seiten | 29 × 24 cm | Hardcover

ISBN 978-3-98508-021-2

EUR 29,90